Student:
  • Bing Leng
Datei:
Beginn:
  • 08.12.2003
Ende:
  • 08.03.2004
Zur künstlichen Erzeugung musikalischer Klänge werden in den letzten Jahren vermehrt Algorithmen zur physikalischen Modellierung verwendet. Diese Algorithmen basieren auf kontinuierlichen Modellen, die das Schwingungsverhalten von Saiten, Membranen oder Luftsäulen annähern. Die kontinuierlichen Modelle werden meist in Form von partiellen Differentialgleichungen (PDG) dargestellt, die aber nicht direkt im Rechner gelöst werden können. Eine am Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung entwickelte Darstellungsform der kontinuierlichen Modelle sind mehrdimensionale Übertragungsfunktionen, die nach der Diskretisierung effektiv im Rechner implementiert werden können.
Aufgabe dieser Studienarbeit ist es, die bereits bestehenden Modelle für lineare, örtlich zweidimensionale Membranen und nichtlineare, örtlich eindimensionale Saiten zu kombinieren. Ziel ist ein recheneffizienter und realistischer Algorithmus für nichtlineare zweidimensionale Klangerzeuger, wie sie bei den meisten Percussion- und Schlaginstrumenten auftreten.
Der resultierende Algorithmus müsste in der Programmiersprache C implementiert werden und sollte so weit wie möglich in einen bereits bestehenden Demonstrator für schwingende Membranen eingebettet werden. Auf übersichtliche und modulare Programmierung sowie ausführliche Dokumentation aller Programme wird besonderer Wert gelegt.