Student:
  • Thomas Peinelt
Beginn:
  • 08.09.2003
Ende:
  • 19.01.2004
Zur künstlichen Erzeugung musikalischer Klänge werden in den letzten Jahren vermehrt Algorithmen zur physikalischen Modellierung verwendet. Diese Algorithmen basieren auf kontinuierlichen Modellen, die das Schwingungsverhalten von Saiten, Membranen oder Luftsäulen annähern. Die kontinuierlichen Modelle werden meist in Form von partiellen Differentialgleichungen (PDG) dargestellt, die aber nicht direkt im Rechner gelöst werden können. Eine am Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung entwickelte Darstellungsform der kontinuierlichen Modelle sind mehrdimensionale Übertragungsfunktionen, die nach der Diskretisierung effektiv im Rechner implementiert werden können.
Aufgabe dieser Studienarbeit ist den für Blechblasinstrumente bereits bestehenden Algorithmus zur Implementierung von schwingenden Luftsäulen, den Anforderungen von Holzblasinstrumenten, speziell Klarinetten, anzupassen und zu erweitern. Dazu soll weiterhin von einer örtlich eindimensional schwingenden Luftsäule ausgegangen werden, die in diesem Fall allerdings durch mehrere Bohrungen unterbrochen ist. Für den Anregungsmechanismus sollen entsprechende physikalische Modelle, die in der Literatur bereits bei anderen Klangsynthese-Methoden angewandt werden, herangezogen und den Bedürfnissen des Algorithmus angepasst werden.
Das Gesamtmodell soll nach der Anwendung der am Lehrstuhl entwickelten Methoden mit Hilfe einer geeigneten Programmiersprache implementiert werden. Auf übersichtliche und modulare Programmierung sowie ausführliche Dokumentation aller Programme wird besonderer Wert gelegt.