Student:
  • Daniel Maaß
Beginn:
  • 18.11.2004
Ende:
  • 27.04.2004
Am Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung wird seit einger Zeit erfolgreich die Funktionaltransformationsmethode zur digitalen Klangsynthese durch physikalische Modellierung angewandt. Dabei wird im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden vollkommen auf aufgenommene Klänge verzichtet und statt dessen ein rein physikalisches Modell des schwingenden Systems aufgestellt und mit Hilfe von geeigneten Transformationen diskretisiert und gelöst. Vorteil der Methode ist dabei der direkte Eingriff in die physikalischen Eigenschaften des simulierten Systems. Dadurch kann der synthetisierbare Klangraum wesentlich erweitert werden. Die resultierende Algorithmen wurden bisher für spezielle Hardware und in einigen Linux-Anwendungen implementiert. Zur besseren Kompatibilität mit vorhandener Synthesizer-Software ist jedoch auch eine Realisierung als Steinberg Virtual Studio Technology (VST) Plugin notwendig. Die Aufgabe dieser Bachelor-Arbeit ist daher die Implementierung eines nativen Echtzeitdemonstrators zur Klangsynthese in Form eines VST Plugins. Als Hardware-Plattform dient ein handelsüblicher Personal Computer ohne spezielle Audio-Hardware. Dabei soll ausgehend von den vorhandenen Algorithmen eine voll MIDI-fähige Realisierung mit einem passenden grafischem Interface entstehen, die die Vorteile der Methode technisch weniger versierten Nutzern nahe bringt. Entwicklungsumgebungen und Dokumentationen stehen am Lehrstuhl ausreichend zur Verfügung. Auf übersichtliche und modulare Programmierung sowie ausführliche Dokumentation aller Programme wird besonderer Wert gelegt.