Student:
  • Marco Fink
Beginn:
  • 01.11.2010
Ende:
  • 12.05.2011

Trotz all ihrer Vorteile hat die Halbleitertechnik bisher die Elektronenröhre zur elektrischen Verstärkung von Musikinstrumenten noch nicht ganz verdrängen können. Dies liegt daran, dass Röhren nicht allein zur Verstärkung sondern auch als klangbildendes Element dienen. Gewisse nichtlineare Effekte von Röhren, Ausgangsübertragern und Lautsprechern wirken zusammen um charakteristische Verzerrungen mit hohem Wiedererkennungswert zu erzeugen. Trotz der mit Röhrenschaltungen verbundenen Nachteile, wie Gewicht, Größe, Wärementwicklung, etc besteht immer noch Nachfrage nach Röhrenverstärkern.







Ein Weg um die genannten Nachteile zu umgehen, ist die digitale Nachbildung der Eigenschaften von Röhrenschaltungen.



Dazu werden Modelle unterschiedlicher Komplexität verwendet. Sie reichen von einfachen Übertragungsketten aus gedächtnislosen Nichtlinearitäten und linearen Systemen bis hin zur bauteilgetreuen Nachbildung der gesamten Verstärkerschaltung. Die Realisierung dieser komplexen Modelle wird auch als Schaltungssimulation bezeichnet. Dafür haben J. Pakarinen, M. Karjalainen et al. ein Modell mit Wellendigitalfiltern vorgeschlagen. Das Wellendigitalprinzip wird seit langem zur komponentenweisen Umsetzung von linearen und nichtlinearen analogen Filtern in digitale Filter mit ähnlichen Eigenschaften verwendet.







Herr Fink erhält die Aufgabe, ein von Pakarinen und Karjalainen vorgeschlagenes Wellendigitalfilter zu realisieren und auf seine Echtzeittauglichkeit zu untersuchen. Dazu soll zunächst eine MATLAB-Modell implementiert werden. Ausgehend von den damit erreichbaren Ergebnissen sind Vorschläge für eine Echtzeitrealisierung oder für eine Verbesserung der Modellierung zu erarbeiten..