Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung

Kompetenzen

In der Videosignalverarbeitung und -übertragung werden innovative Algorithmen zur Bildaufnahme, -verbesserung und -rekonstruktion entwickelt. Neben Einzelkameras werden dabei auch heterogene Mehrkamerasysteme untersucht, bei denen sich einzelne Kameras in unterschiedlichen Eigenschaften, wie beispielsweise Ortsauflösung, Dynamikumfang, spektrale Empfindlichkeit oder Polarisation unterscheiden können. Im Bereich der Bild- und Videoanalyse kommen vor allem Ansätze aus dem Bereich des maschinellen Lernens zum Einsatz. Ein mögliches Einsatzgebiet stellt hierfür die industrielle Prüftechnik dar. Des Weiteren erforscht der Lehrstuhl aktuelle Fragestellungen aus dem Bereich der Bild- und Videocodierung. Dabei werden unter anderem Anpassungen und Erweiterungen bereits existierender Codierstandards auf spezielle Formate, wie medizinische Datensätze, Bildschirminhalte oder Fischaugenvideosequezen untersucht.

Im Arbeitsgebiet der Audiosignalverarbeitung werden modell- und datengestützte Algorithmen für akustische Mensch/Maschine-Interaktion und zur Analyse und Wiedergabe realer und virtueller akustischer Szenen erforscht. Dazu gehören auch deren vielfältige Anwendungen, beispielsweise für Telekommunikation und Telepräsenz, Hörgeräte, ‚Smart Homes‘, Mensch/Roboter-Kommunikation oder immersive Multimediaumgebungen. Als wesentliches Charakteristikum spielt bei vielen Projekten die Nutzung der räumlichen Dimension durch Mehrkanalsignalverarbeitung eine entscheidende Rolle.

Die mehrdimensionale System- und Signaltheorie bildet die Grundlage für verschiedene Aspekte der Multimediakommunikation und für weitere Anwendungen. Einzelbilder, Bildfolgen und Ansichten mit mehreren Kameras sind mehrdimensionale Signale mit zwei, drei und mehr Dimensionen. Mehrdimensionale Systeme beschreiben nicht nur die Ausbreitung von Schallwellen für Sprachkommunikation und Musikwiedergabe und von elektrischen Wellen in verschiedenen Medien. Auch die Diffusion von Stoffpartikeln und ihre chemischen Reaktionen sind mehrdimensionale Vorgänge. Die theoretischen Grundlagen der mehrdimensionale System- und Signaltheorie werden angewandt auf Sicherheitsaspekte in Gleichstromnetzen und auf Grundsatzfragen der molekularen Kommunikation. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Musiksynthese anhand physikalischer Modelle.